
Willkommen beimTiernotruf Saarland e. V.
Schön, dass du dich für unsere Arbeit interessierst. Vielleicht fragst du dich, was der Tiernotruf Saarland eigentlich macht, wie Einsätze ablaufen und wobei neue Mitglieder helfen können. Hier möchten wir dir das in verständlicher Form erklären.
Hilfe für Tiere in Not – und für Menschen, die nicht weiterwissen.
Der Tiernotruf Saarland e. V. unterstützt Tiere in Not und Menschen, die nicht wissen, an wen sie sich in einer schwierigen Situation wenden sollen. Unser Schwerpunkt liegt im Saarland. Je nach Lage und Zuständigkeit arbeiten wir auch mit Tierärzten, Auffangstationen, Behörden, Polizei und anderen Tierschutzstellen zusammen.
Wir möchten einem Tier helfen, die passende Versorgung zu erreichen. Das kann bedeuten, ein Tier aus einer Gefahrenlage zu sichern, einen Transport zu organisieren oder den Kontakt zu einer zuständigen Stelle herzustellen. Dabei handeln wir nach unseren Möglichkeiten, unserer Ausbildung und den geltenden Zuständigkeiten.
Unsere Aufgaben sind vielfältig.
Tiere sichern und transportieren
Wir unterstützen, wenn ein Tier verletzt, hilflos oder in eine gefährliche Situation geraten ist. Je nach Fall kann es um die sichere Aufnahme, den Transport zu einer Tierarztpraxis oder die Übergabe an eine geeignete Auffangstation gehen.
Wildtiere unterstützen
Wir befassen uns unter anderem mit verletzten oder hilfsbedürftigen Vögeln, darunter Greif- und Wasservögel. Ob ein Wildtier aufgenommen oder transportiert werden kann, hängt von seiner Art, seinem Zustand, der Zuständigkeit und den verfügbaren Fachstellen ab.
Technische Tierrettung
Manche Tiere befinden sich an schwer zugänglichen Orten oder sind eingeklemmt. Bei solchen Situationen kann technische Unterstützung nötig sein. Das übernehmen nur Mitglieder, die dafür eingewiesen und geeignet sind.
Hilfe nach Bränden
Bei Bränden oder anderen Schadenslagen können Haustiere gefährdet sein. Unsere FirePet-Arbeit richtet sich darauf, Tiere zu sichern und – soweit erforderlich und möglich – die weitere Versorgung und den Transport zu koordinieren.
Fund- und Totfunde von Haustieren
Je nach Situation können wir dabei helfen, einen Chip oder eine Tätowierung auszulesen und einen Halter zu ermitteln. So kann ein Tier möglichst schnell zu seiner Familie zurückkehren – oder ein verstorbenes Tier wird nicht anonym behandelt.
Meldungen aufnehmen und weiterleiten
Zu unserer Arbeit gehört auch, wichtige Informationen zu sammeln, die Lage einzuschätzen, den Vorgang zu dokumentieren und passende Ansprechstellen einzubeziehen.
Damit es keine Missverständnisse gibt.
Auch als Mitglied ist es wichtig, diese Grenzen zu kennen – und sie Anrufenden freundlich erklären zu können.
- Keine Tierarztpraxis und kein tierärztlicher Notdienst
Wir stellen keine tierärztlichen Diagnosen und ersetzen keine Behandlung durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt. Wir können jedoch – entsprechend unserer Ausbildung und der jeweiligen Situation – bei der Sicherung, bei notwendigen Erstmaßnahmen und beim Transport unterstützen.
- Keine Abgabestelle für Tiere
Wer ein Haustier findet, sollte den Fund nach den örtlichen Vorgaben dem Fundbüro, dem Ordnungsamt oder der Polizei melden. Wir helfen dabei, die passende Zuständigkeit zu klären oder die richtigen Kontakte zu finden.
- Eine Meldung ist nicht automatisch ein Einsatz
Unser Telefonassistent nimmt rund um die Uhr Informationen entgegen. Anschließend muss geprüft werden, wer zuständig ist, welche Hilfe gebraucht wird und ob wir die nötigen Möglichkeiten und verfügbaren Kräfte haben. Manchmal können wir selbst helfen; manchmal ist eine Behörde, ein Tierarzt, eine Fachstation oder eine andere Stelle der richtige Ansprechpartner.
- Stadttauben im Stadtgebiet Saarbrücken
Für Stadttauben im Stadtgebiet Saarbrücken gilt derzeit eine besondere Regelung: Diese Notfälle übernehmen wir aktuell nicht. Meldende sollen sich an das Ordnungsamt beziehungsweise das Fundbüro wenden.
Menschen, die Tiere ernst nehmen.
Wir suchen Menschen, die Tiere ernst nehmen, zuverlässig sind und gern im Team arbeiten. Du musst nicht schon alles wissen und du musst auch nicht jede Aufgabe übernehmen können. Wichtig ist, dass du bereit bist, dazuzulernen, Absprachen einzuhalten und deine eigenen Grenzen ehrlich einzuschätzen.
Wir brauchen Unterstützung in unterschiedlichen Bereichen, zum Beispiel:
Einsatz und Tiersicherung
Für Mitglieder, die nach Einweisung bei geeigneten Einsätzen mitarbeiten möchten.
Fahren und Transport
Für Menschen, die Tiere oder Material sicher zu einer Tierarztpraxis, Auffangstation oder Übergabestelle bringen können.
Telefon und Einsatzorganisation
Für die Aufnahme von Meldungen, das strukturierte Nachfragen und die Weitergabe wichtiger Informationen.
Dokumentation und Verwaltung
Für die Erfassung von Einsätzen, die Pflege von Unterlagen und die Unterstützung bei organisatorischen Aufgaben.
Technik und Material
Für Menschen, die Ausrüstung prüfen, vorbereiten, instand halten oder bei technischen Aufgaben unterstützen.
Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung
Zum Beispiel beim Schreiben, Gestalten, Beantworten von Anfragen oder Vermitteln unserer Arbeit.
Unterstützung im Hintergrund
Bei Planung, Mitgliederbetreuung, Veranstaltungen, Materialbeschaffung und weiteren Aufgaben, die einen Einsatzbetrieb überhaupt erst ermöglichen.
Nicht jede hilfreiche Aufgabe findet direkt am Tier statt.
Gute Organisation, ein sicherer Transport, eine sorgfältige Dokumentation oder eine ruhige Gesprächsführung können für einen Einsatz genauso wichtig sein.
Herz, Verstand und Teamgeist.
Hilfreich sind Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist und ein respektvoller Umgang mit Menschen und Tieren. In Einsätzen kann es stressig oder emotional werden. Deshalb ist es wichtig, ruhig zu bleiben, Anweisungen zu beachten und nicht mehr zu tun, als man gelernt hat und sicher beherrscht.
Vorerfahrung im Tierschutz, in der Tierpflege, im Rettungsdienst, im Fahren, in Technik oder in der Verwaltung kann hilfreich sein. Sie ist aber nicht für jede Aufgabe Voraussetzung. Für anspruchsvolle Tätigkeiten gibt es eine Einweisung; manche Aufgaben setzen besondere Kenntnisse oder Erfahrung voraus.
- Zuverlässigkeit
- Verantwortungsbewusstsein
- Teamgeist
- Respekt vor Mensch und Tier
- Ruhe auch in stressigen Momenten
- Bereitschaft, dazuzulernen
- Absprachen einhalten
- Eigene Grenzen ehrlich einschätzen
Eine Mitgliedschaft bedeutet nicht, dass du rund um die Uhr verfügbar sein oder jede Art von Einsatz übernehmen musst. Wir möchten gemeinsam herausfinden, welche Aufgaben zu deinen Fähigkeiten, deiner Zeit und deiner persönlichen Belastbarkeit passen. Einsätze sollen nur von Mitgliedern übernommen werden, die dafür eingewiesen sind und sich der jeweiligen Aufgabe gewachsen fühlen.
In vier Schritten ins Team.
- 1
Kennenlernen
Am Anfang sprechen wir darüber, was dich interessiert, welche Erfahrungen du mitbringst und wie viel Zeit du einbringen kannst.
- 2
Passenden Bereich finden
Danach schauen wir gemeinsam, in welchem Bereich du am besten unterstützen kannst.
- 3
Einweisung & erste Termine
Je nach Aufgabe folgen eine Einweisung und erste gemeinsame Termine.
- 4
Im Team ankommen
Du wirst in die passenden Kommunikations- und Alarmierungsabläufe aufgenommen.
Unser Ziel ist, Hilfe für Tiere verlässlich und verantwortungsvoll zu organisieren. Dafür brauchen wir nicht nur Menschen, die im Einsatz mit anpacken, sondern auch Mitglieder, die planen, fahren, dokumentieren, kommunizieren und im Hintergrund mithelfen.
Wenn du Tiere schützen und die Tierrettung im Saarland mitgestalten möchtest, freuen wir uns, dich kennenzulernen.