Heute Morgen, am 09.02.2026, war ich gegen 11:00 Uhr persönlich vor Ort, um mir selbst ein Bild von der Situation der Voliere im Schillerpark Völklingen zu machen. Zum Zeitpunkt dieser Begehung stellte sich die Anlage aufgeräumt und sauber dar. Die dort gehaltenen Vögel wirkten aktiv, Futter war augenscheinlich in ausreichender Menge vorhanden. Dieses Bild stellt ausdrücklich eine Momentaufnahme um 11:00 Uhr dar und erhebt keinen Anspruch auf eine dauerhafte Zustandsbewertung.
Alle zuständigen Fach- und Aufsichtsstellen wurden über die bekannten und gemeldeten Zustände informiert.
Im Rathaus Völklingen begegnet man solchen Hinweisen jedoch erneut mit dem altbekannten Muster des Zuständigkeits-Pingpongs. Während andernorts Interviews gegeben und Kameras bedient werden, bleibt für Tiere offenbar erneut nur das Prinzip Hoffnung. Auch das ist – leider – nichts Neues in dieser Stadt.
Das zuständige Veterinäramt sowie die Tierrechtsorganisation PETA wurden ebenfalls umfassend über den Sachstand informiert.
An dieser Stelle muss nüchtern festgestellt werden: Meine rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten sind damit ausgeschöpft. Ob, wann und in welchem Umfang nun Maßnahmen erfolgen, liegt nicht mehr in unserer Hand. Die Erfahrung lässt allerdings vermuten, dass auch dieser Vorgang erneut folgenlos bleiben könnte.
Die mediale Aufmerksamkeit richtet sich erfahrungsgemäß lieber auf Prestigeprojekte, Baustellen oder symbolträchtige Eröffnungen. Tierleid ohne PR-Potenzial scheint dabei regelmäßig durch das Raster zu fallen.
Ergänzend stellen wir klar, dass wir die derzeit von privater Seite gestartete Petition in dieser Angelegenheit nicht unterstützen werden. Nicht, weil Engagement grundsätzlich falsch wäre – sondern weil Petitionen in vergleichbaren Fällen immer wieder wirkungslos versanden, verwaltungsintern abgelegt und am Ende geräuschlos unter den Tisch gekehrt werden.
Unser Ansatz ist ein anderer.
Wir setzen nicht auf symbolische Unterschriften, sondern auf Dokumentation, Fachstellen, rechtliche Mittel und öffentlichen Druck dort, wo er tatsächlich Wirkung entfalten kann.
Kurz gesagt: Wir kämpfen nicht laut – wir kämpfen wirksam. Und ja: mit härteren Bandagen, selbstverständlich im Rahmen der geltenden Gesetze, aber ohne falsche Rücksichtnahme und ohne Beschwichtigungspolitik.
Das Ziel bleibt unverändert:
Der Schutz der Tiere – nicht die Beruhigung des eigenen Gewissens.
Wir bleiben dran.
Konsequent. Dokumentierend. Und unbequem.


