Tierquälerei – Unsere Aufgabe, unsere Grenzen und unser Vorgehen

Der Tiernotruf Saarland e.V. setzt sich für den Schutz von Tieren und die Aufklärung über mögliche Fälle von Tierquälerei ein. Gleichzeitig ist es uns besonders wichtig, klar und transparent darzustellen, was wir dürfen, was wir nicht dürfen und wie wir in solchen Fällen rechtlich korrekt vorgehen.

Wir möchten damit Missverständnisse vermeiden und sicherstellen, dass Hilfesuchende, Tierhalter und Behörden jederzeit wissen, wie wir arbeiten.

Unsere rechtliche Stellung – Was wir dürfen und was nicht

Der Tiernotruf Saarland e.V. ist ein eingetragener Verein und keine Behörde.
Wir haben daher:

  • keine polizeilichen Befugnisse,

  • keine ordnungsrechtlichen oder hoheitlichen Aufgaben,

  • kein Recht, Tiere zu beschlagnahmen, abzunehmen oder „einfach mitzunehmen“.

Das bedeutet auch ganz klar:

  • Wir holen keine Tiere auf Zuruf heraus.

  • Wir führen keine sogenannten „Befreiungsaktionen“ oder eigenmächtigen Tierabnahmen durch.

  • Wir betreten keine Grundstücke oder Wohnungen ohne Zustimmung des Halters oder ohne behördlichen Auftrag.

Wir halten uns strikt an geltendes Recht und arbeiten nicht außerhalb gesetzlicher Zuständigkeiten.

Warum wir so handeln

Auch wenn der Wunsch zu helfen verständlich ist:
Eigenmächtiges Handeln kann für Tiere sogar gefährlich sein, rechtliche Folgen für Helfer nach sich ziehen und im schlimmsten Fall dazu führen, dass berechtigte Anzeigen später scheitern.

Unser Ziel ist es daher, nachhaltig, rechtssicher und wirksam zu helfen, damit Tiere dauerhaft geschützt werden – und nicht nur kurzfristig.

Wie Sie uns richtig informieren – Welche Angaben wir benötigen

Damit wir einen Verdachtsfall von Tierquälerei prüfen und korrekt bearbeiten können, benötigen wir konkrete und überprüfbare Informationen. Unvollständige oder anonyme Hinweise reichen hierfür leider nicht aus.

Bitte übermitteln Sie uns daher:

  1. Den genauen Ort
    – vollständige Adresse oder eine möglichst genaue Standortbeschreibung
    – gerne auch Koordinaten (z. B. aus Google Maps)

  2. Angaben zum Halter oder einem Ansprechpartner, soweit bekannt

  3. Aussagekräftige Bilder oder Videos, die den gemeldeten Zustand oder Vorfall eindeutig zeigen

Ohne belastbares Bild- oder Videomaterial werden wir künftig nicht mehr tätig, da eine rechtssichere Prüfung sonst nicht möglich ist.

Was nach Ihrer Meldung passiert

Jede Meldung wird von uns:

  • dokumentiert

  • intern gemeinsam bewertet

  • fachlich und rechtlich geprüft

Auf dieser Grundlage entscheiden wir, welches Vorgehen sinnvoll, notwendig und rechtlich zulässig ist.

Unser Vorgehen in der Praxis

1. Gespräch mit dem Halter

In den meisten Fällen suchen wir zunächst das persönliche oder telefonische Gespräch mit dem Tierhalter.
Ziel ist es, auf mögliche Missstände hinzuweisen und eine freiwillige und schnelle Verbesserung der Situation zu erreichen.

Viele Probleme lassen sich so ohne Behördenverfahren klären – zum Wohle der Tiere.

2. Anzeige bei fehlender Einsicht

Zeigt der Halter keine Einsicht und sind die Vorwürfe durch Zeugen, Bilder oder Videos belegbar, erstatten wir Strafanzeige bei den zuständigen Behörden.

In dringenden oder besonders schweren Fällen erfolgt dies unverzüglich.

3. Einschaltung weiterer Stellen

Bei schweren oder komplexen Sachverhalten schalten wir zusätzlich weitere fachlich zuständige Organisationen, Tierärzte oder Behörden ein, um eine möglichst schnelle und wirksame Lösung zu erreichen.

Unser Ziel

Unser Ziel ist kein Aktionismus, sondern nachhaltiger, rechtssicherer Tierschutz.

Wir möchten Tiere dauerhaft schützen, Tierhaltern die Möglichkeit zur Verbesserung geben und gleichzeitig dafür sorgen, dass berechtigte Fälle von Tierquälerei konsequent und korrekt verfolgt werden.

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    Beschreibung des Vorfalls*

    Beweismaterial (Fotos/Videos – optional)


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    Wenn du eine Rückfrage wünschst, gib bitte eine E-Mail an:

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    Ich bestätige, dass die Angaben der Wahrheit entsprechen, nach bestem Wissen gemacht wurden und ich kein Material verfälscht habe.