Bei Wohnungs- und HausbrĂ€nden sterben Haustiere in den meisten FĂ€llen nicht durch die Flammen, sondern durch Rauch- und Brandgase â hĂ€ufig innerhalb weniger Minuten. Genau hier entscheidet professionelle tiermedizinische Notfallversorgung ĂŒber Leben oder Tod.
Was bei Rauchvergiftungen im Körper passiert
Brandrauch enthÀlt unter anderem:
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Kohlenmonoxid (CO)
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Cyanide
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Reiz- und SĂ€uregase
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Feinstaubpartikel
Kohlenmonoxid ist dabei besonders gefÀhrlich:
Es bindet sich etwa 250-fach stĂ€rker an HĂ€moglobin als Sauerstoff. Das bedeutet: Selbst wenn ein Tier noch atmet, kann der Sauerstoff nicht mehr im Blut transportiert werden. Es kommt zu einer sogenannten inneren Erstickung â mit Bewusstlosigkeit, Organversagen und Tod, oft innerhalb weniger Minuten.
ZusÀtzlich verursachen die eingeatmeten Reizgase:
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schwere EntzĂŒndungen der Atemwege
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Verkrampfungen der Bronchien
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FlĂŒssigkeitseinlagerungen in der Lunge (Lungenödem)
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verzögerte Atemnot, die erst Stunden nach dem Brand tödlich enden kann
Ein Tier, das âerst einmal wieder lĂ€uftâ, ist deshalb nicht automatisch gerettet â es kann sich bereits in einem lebensbedrohlichen inneren Zustand befinden.
Warum 100 % Sauerstoff sofort lebenswichtig ist
Die einzige Möglichkeit, das Kohlenmonoxid wieder aus dem Blut zu verdrÀngen, ist die sofortige Gabe von hochkonzentriertem, medizinischem Sauerstoff.
Durch 100 % Sauerstoff:
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wird CO schneller vom HÀmoglobin verdrÀngt
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steigt der Sauerstoffpartialdruck im Blut
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wird die Versorgung von Gehirn, Herz und Organen stabilisiert
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sinkt das Risiko eines verzögerten Atemversagens drastisch
Jede Minute zÀhlt.
Warum der Tiernotruf Saarland hier unverzichtbar ist
Der Tiernotruf Saarland e.V. ist fĂŒr genau diese Szenarien professionell ausgerĂŒstet:
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đ„ Sauerstoffzelt fĂŒr Haustiere â sichere Hochdosis-Sauerstofftherapie direkt an der Einsatzstelle
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đŹ Inhalations- und Beatmungseinheit â UnterstĂŒtzung bei Atemnot, Bronchospasmen und Lungenödemen
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⥠2 Sauerstoffkonzentratoren â dauerhafte Versorgung mit medizinischem Sauerstoff
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â€ïž 2 Pulsoxymeter â permanente Ăberwachung von SauerstoffsĂ€ttigung und Puls
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đ„ DemnĂ€chst: vollstĂ€ndige Monitoreinheit â Ăberwachung von Atmung, Kreislauf und Vitalparametern
Damit kann die lebensrettende Versorgung bereits am Einsatzort beginnen â noch bevor der Transport in eine Tierklinik möglich ist.


