Liebe Community,
es gibt Einsätze und Meldungen, die einen als Tierschützer nicht nur berühren, sondern innerlich regelrecht zerreißen. Der Fall, der uns aus Pirmasens erreicht hat, gehört genau dazu.
Am 23.12.2025 verlor ein Labrador-Mischling auf offener Straße sein Leben. Ein Hund, der vertraut hat. Ein Hund, der jemandem übergeben wurde, der für ihn Verantwortung trug. Und ein Hund, der diese Verantwortung nicht überlebt hat.
Nach übereinstimmenden Zeugenaussagen soll der Hund nach der Übergabe an eine männliche Bezugsperson massiver Gewalt ausgesetzt worden sein. Die uns vorliegenden Hinweise und Bilddokumentationen lassen einen schweren und gezielten Angriff auf das Tier vermuten. Es gibt Anhaltspunkte, die auf Strangulation hindeuten. Zudem liegen Aussagen vor, die weitere Gewalteinwirkungen beschreiben.
Ein Lebewesen musste unter Umständen sterben, die zutiefst verstören. Ein Hund, der Schutz gebraucht hätte – und stattdessen Gewalt erlebte.
Uns liegen Bild- und Zeugenaussagen vor, die einen schweren Verstoß gegen § 17 des Tierschutzgesetzes nahelegen. Diese Hinweise werden den zuständigen Behörden vollständig zur Verfügung gestellt und sind Bestandteil der weiteren rechtlichen Aufarbeitung.
Nach unseren Informationen befindet sich die tatverdächtige Person derzeit in medizinischer Betreuung. Die abschließende Bewertung der Tat, der Schuldfähigkeit und der strafrechtlichen Verantwortung liegt ausschließlich bei den Ermittlungsbehörden und der Justiz.
Doch unabhängig vom weiteren Verlauf bleibt eine bittere Tatsache bestehen: Ein Hund ist tot.
Und er starb nicht an Alter, nicht an Krankheit – sondern unter Umständen, die auf massive Gewalt hindeuten.
Wir als Tiernotruf Saarland e.V. werden diesen Fall nicht zu einer Randnotiz werden lassen. Gemeinsam mit weiteren Tierschutzorganisationen aus dem Raum Pirmasens / Zweibrücken begleiten wir diesen Vorgang aufmerksam, sammeln Hinweise, unterstützen die Behörden und setzen uns dafür ein, dass dieser Tod nicht folgenlos bleibt.
Tiere haben keine Stimme.
Aber sie haben ein Recht auf Schutz.
Und wenn dieser Schutz brutal gebrochen wird, dann ist es unsere Pflicht, laut zu sein.
Dieser Hund war kein „Fall“.
Er war ein fühlendes Lebewesen.
Und sein Tod verpflichtet uns.


